Warnstreik bei Unilux

Beschäftigte der Firma Unilux in Salmtal fordern eine Inflationsausgleichsprämie

17.07.2024 | Am Morgen des 13. Juni 2024 traten die Beschäftigten der Salmtaler Firma Unilux in einen mehrstündigen Warnstreik. Ab 6 Uhr forderten sie vor dem Werkstor eine Inflationsausgleichsprämie. „Es geht um die Wertschätzung der Beschäftigten und um ihre Zukunft“, erklärte Bernd Geier, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Trier.

Hintergrund

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden fordert die Belegschaft eine Prämie. Ein Angebot von 800 Euro liegt vor, doch laut Bernd Geier ist dieses durch Eingriffe in Tarifverträge unzureichend. Vergleichbare Betriebe haben bereits höhere Prämien erhalten.

Wirtschaftliche Lage und Eigentümerstruktur

Der Eigentümer von Unilux, die Münchner Investorengruppe Aurelius, erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Gewinn von über 110 Millionen Euro und schüttete davon 69 Millionen Euro an die Aktionäre aus. Herr Geier fordert daher eine gerechte Beteiligung der Belegschaft an diesen Gewinnen. Unilux, gegründet 1970, hat in den letzten Jahren mehrere Eigentümerwechsel erlebt und beschäftigt derzeit rund 300 Mitarbeiter.

Der Ablauf des Warnstreiks

Der Warnstreik verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Laut Polizeiangaben nahmen rund 150 Personen teil. Die Teilnehmer zogen von dem Firmensitz in Richtung Ortslage Salmtal und anschließend wieder zurück zum Betriebsgelände. Die Abschlusskundgebung, bei der verschiedene Gewerkschaftsvertreter Reden hielten, endete um 8 Uhr, woraufhin alle Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufnahmen.

Der Warnstreik verdeutlicht die Entschlossenheit der Unilux-Beschäftigten, für eine faire Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die IG Metall wird die Verhandlungen fortsetzen, um eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu erreichen.

Von: aj

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